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Peter Mannsdorff

Die Mutter aus der Schatzkiste

160 Seiten; Hardcover/Fadenbindung
Titel-Illustration: Volkmar Döring
11,70 EUR
ISBN 978-3-936156-25-6
ab 9 Jahren


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Benjamin entdeckt an seinem zehnten Geburtstag einen Stapel alter Briefe - geschrieben von Marie...
Sofort spürt er, dass sich zwischen diesen Zeilen ein großes Geheimnis verbirgt, das seine Familie betrifft und dem er auf die Spur kommen muss.
Als er erfährt, wer diese Marie ist, macht er sich ­ von Neugier gepackt ­ auf die Suche. Sehr bald schon kommt ihm sein Vater zu Hilfe und als sich auch noch seine Mama entschließt, sie zu begleiten, ist das Abenteuer perfekt!
Die turbulente Reise hält eine Überraschung nach der anderen bereit und wird zur aufregenden und spannenden Spurensuche.
Gemeinsam gehen sie durch dick und dünn und das hilft Benjamins Vater, sein seelisches Gleichgewicht und damit seine Lebensfreude wiederzufinden. Die drei spüren, wie wunderbar es ist, zusammenzugehören und sich aufeinander verlassen zu können.
Und Marie? Was ist eigentlich mit Marie...?

„...Abenteuer im Stil von Tom Sawyer... spannend erzählt...“
- Ruth Knapp, freiberufliche Lektorin

„...Peter Mannsdorff hat hier einen Beitrag geleistet, wie das schwierige Problem eines psychisch kranken Elternteils ein gutes Ende finden kann...“
- TABU e.V. Hanau

Eine sehr anrührende und humorvolle „Familiengeschichte“.

Leseprobe aus dem Buch "Die Mutter aus der Schatzkiste"

Flussabwärts!

Wir wandern einen schmalen Pfad ins Tal hinunter. Immer der Sonne hinterher. Vater sagt, dort ist Westen, das sei der richtige Weg. Irgendwann müssten wir dann nach Norden abbiegen, dann wären wir bald in Hamburg. Ein Bach plätschert neben unserem Weg, er wird immer breiter, andere Bäche fließen hinzu, bald ist er ein reißender Fluss.
Meine Mutter stöhnt: „Ich ... ich kann nicht mehr. Ihr lauft so schnell voraus.“ Sie ist völlig außer Puste. Papa trägt ihr rotes Köfferchen, in dem sie ihre wichtigsten Sachen verstaut hat.
Am Wegrand entdeckt er einen Stapel Baumstämme. Wir setzen uns und machen eine Verschnaufpause.
Mama verteilt Brötchen mit Leberkäse.
Plötzlich fasst sich Papa wieder an den Kopf. „Es arbeitet in mir, Benjamin, siehst du, wie die Funken sprühen?“ Er hat eine Idee. Es macht zisch und der große Funke ist übergesprungen. Wie ein Lehrer, der auf irgendetwas hinaus will, fragt er: „Was meint ihr, worauf wir sitzen?“
„Worauf schon?“, antwortet Mama. „Auf harten Baum-stämmen. Hätte ich das gewusst, hätte ich mein Sitzkissen von zu Hause mitgenommen.“
„Das sind keine simplen Baumstämme“, meint Papa, „das ist viel mehr! Das ist die solide Grundlage unseres schwimmenden Untersatzes, den wir bald haben werden.“
Er guckt uns wie ein Seefahrer an, der eben einen neuen Kontinent entdeckt hat. Mich hat er neugierig gemacht, nur Mama denkt, er ist jetzt total verrückt geworden.
Papa spricht immer noch wie ein Lehrer. „Alle Flüsse, die hier entspringen, münden, da bin ich ziemlich sicher, in die Elbe – und die Elbe fließt bekanntlich durch Hamburg und wisst ihr, wie wir nach Hamburg kommen werden?“
„Nein, aber du wirst es uns gleich sagen“, sagt Mama ungeduldig.
„Wir werden uns ein Floß bauen.“
Ein echtes Floß! Wie Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Cool! Papa ist der Schärfste!!! Nur Mama ist nicht ganz so begeistert.
„Ein Floß!“, empört sie sich. „Nun mach mal halblang! Wie willst du aus diesen paar Stämmen ein Floß bauen?“
„Jasmin“, lacht mein Vater. „Du siehst nichts, weil du keine Fantasie hast. Ich aber habe eine Vision! Ich sehe bereits das Floß unter unseren Händen entstehen.“
„Geht’s wieder los? Ich glaube, wir werden das Unternehmen jetzt abblasen, wie du es mir vorhin versprochen hast.“
„Hör auf!“ Papa wird böse. „Das hat doch nichts mit Marie zu tun, wenn ich uns eine abenteuerliche Floßfahrt ermögliche.“
„Du und ein Floß bauen!“, schimpft Mama. „Du kannst ja nicht einmal ein Vogelhaus für Frau Oberhalskis Garten zusammenhämmern.“
„Na, hör mal! Ich habe das Baumhaus mit den Kindern zusammengebaut“, aber dann hört Papa gar nicht mehr zu. Er läuft in die Richtung, wo das Dorf liegt. „Ich bin gleich wieder da!“, ruft er uns zu und verschwindet hinter der nächsten Wegbiegung.
Mama schüttelt den Kopf. „Das wird doch nie im Leben etwas“. Sie guckt ihm mit verdrehten Augen hinterher. Ich sage nichts, aber im Stillen hoffe ich, dass es doch was wird.

Nach einer halben Stunde kommt Papa zurück. Über seiner Schulter hängt ein zusammengerolltes Seil. Er meint es ernst. Arme Mama! Sie muss jetzt mit anpacken, die schweren Stämme einen nach dem anderen vom Stapel ins Wasser zu rollen. Wenn sie erst schwimmen, kann sogar ich sie bis zu einer seichten Stelle lenken, wo sie Papa mit dem Seil fest aneinanderbindet.
„Papa, woher kannst du das alles?“, frage ich. „Ich meine, das mit den Knoten.“
„Das ... das ... ich war einmal in Finnland. Da haben wir ... äh ... da habe ich...“ Mein Vater wird verlegen.
„Erzähl!“, drängle ich.
Er redet nicht weiter.
Mama hilft ihm aus der Patsche. „Erzähl dem Jungen doch, dass du mit ihr da oben warst. Sonst bist du schließlich auch nicht so wortkarg.“
„Ich will nicht andauernd von Marie erzählen.“
„Und kannst du mir dann sagen, weshalb du sie überhaupt sehen willst? Ich denke, du willst aufarbeiten und mit deiner Vergangenheit gesund werden. Dann rede doch über sie, bis sie dir selbst zum Hals heraushängt.“
Mein Vater kommt nicht zum Antworten, denn ich schwemme zwei neue Stämme heran, die er zusammenbinden muss. Das Floßbauen dauert den restlichen Nachmittag und macht riesigen Spaß. Papa pfeift dabei, meine Mutter macht zwischendurch Pausen und schmiert Brote.

Als die Sonne über dem Horizont steht, lassen wir uns längst auf unserem Floß von der Strömung treiben. Sie ist ganz schön schnell, die Strömung. Vater meint, zwei bis drei Kilometer in der Stunde würden wir schon zurücklegen.
Es ist so schön hier! Die bewaldeten Hügel ziehen an uns vorüber wie in einem Film, auf einer Wiese äsen Rehe. Müssen ausgerechnet jetzt Wolken aufziehen?
Meine Mutter bekommt einen ersten Tropfen ab und kramt hastig den Regenschirm aus ihrer Handtasche, als würde ihr bereits der ganze Himmel auf den Kopf plätschern. Dabei ist es nichts. Das bisschen Nieselregen! Sie soll sich nicht so haben. Sie sitzt zusammengekauert auf ihrem Köfferchen und sehnt sich nach einem warmen Bett. Das sehe ich ihr an.
Es sieht lustig aus, wie in einem amerikanischen Film, der vor über hundert Jahren spielt. Papa lacht sich bei dem Anblick halb tot. „Zwei verwegene Männer treiben mit einer feinen Lady den Mississippi stromabwärts.“
Und er, Papa, trinkt Bier aus der Flasche.
„Jasmin“, fordert er Mama auf. „Wenn du jetzt schon mit uns auf dem Dampfer bist, spiel einfach mit. Segle deiner Fantasie nach und fange sie mit einem Schmetterlingsnetz ein. Du bist Misses Robinson, ich Mister Crusoe und das hier ist unser Sohn Freitag. Wir sind jetzt auf dem weiten Ozean...“
„Hör bloß auf“, unterbricht Mama. „Es reicht, dass ich auf diesem Fluss schon seekrank bin.“
Es hat keinen Zweck, Mama spielt nicht mit. Es regnet jetzt immer stärker. Papa und mir macht das nichts aus. Nach der Anstrengung ist das echt cool. Wie unter der Dusche an einem schwülen Sommerabend.
Nur Mama kriegt die Krise. „Ich will sofort an Land!“, kreischt sie. Sie hat die Nase voll, sie will jetzt eine trockene Unterkunft. Papa und ich tun, was wir können, aber wir haben ja nicht einmal ein Ruder und so schnell geht das mit unseren langen Ästen nicht.
Der Regen hat inzwischen aufgehört. Mama hält den Schirm aber noch über ihren Kopf, als könne es jeden Augenblick wieder losgehen, obwohl hinter den Wolken der rötliche Abendhimmel bereits hervorschimmert. Die Sonne verschwindet allmählich hinter den Baumwipfeln.
Wir vertäuen das Floß neben einer Brücke. Von dort krabbeln wir die Böschung zur Straße hoch. Mama schimpft, denn ihr ist das zu steil. Immer wieder rutscht sie ab. Erst, als Papa sie schiebt, schafft sie es. Wir latschen die Landstraße ins Dorf hinein. Autos, die uns entgegenkommen, spritzen uns nass. Meine Mutter flucht ihnen hinterher.
Im Dorfkrug fragen wir nach einem Zimmer. Der Wirt guckt uns misstrauisch an. „Nur für eine Person?“, murrt er unfreundlich.
„Ja, nur für mich“, sagt meine Mutter.
„Und die beiden da?“
Papa erfindet schnell eine Ausrede. „Wir schlafen im VW-Bus.“
Der Wirt guckt aus dem Fenster und sieht keinen VW-Bus auf dem Parkplatz. Er nuschelt unfreundlich: „Kann mir schließlich auch egal sein, wo ihr schlaft.“
Er reicht meiner Mutter den Zimmerschlüssel. „Erster Stock, Zimmer 13.“
Sie zahlt im Voraus und geht dann die knarrenden Stufen in ihr Zimmer hoch. Papa lacht: „Oho! 13 – eine Glückszahl!“, dann folgen wir Mama in die obere Etage. Sie ist zu müde, um uns noch einmal zum Floß zu begleiten.

Am Flussufer setzen Papa und ich uns auf einen umgekippten Baum. Vorher haben wir Holz gesammelt. Inzwischen ist es dunkel geworden. Vater guckt in den sternenklaren Himmel. „Es sieht gut aus, wir werden keinen Regen mehr bekommen“, sagt er. Dann zeigt er mir, wie man ein Lagerfeuer mit Reisig anzündet, ohne Papier zu verwenden.
Eine verirrte Wolke schiebt sich halb vor den Vollmond, die Sterne funkeln. Die Flammen lodern hoch, ich höre das Knacken des Holzes, der Schatten des Floßes tanzt auf den Wellen. Helle und dunkle Flecken zittern gespenstisch auf Papas Stirn. Wir sitzen in Shorts am Feuer und wärmen unsere Körper. Unsere Sachen hängen zum Trocknen an einem Ast. Ich schnitze zwei Stöcke zurecht und spieße Grillwürstchen auf. Während ich sie dicht über die Glut halte, zupft Papa auf seiner Gitarre.
Als er eine Pause macht, frage ich: „Du hast schon einmal eine Floßfahrt gemacht?“
Papa guckt mit gläsernen Augen ins Feuer. „Ja, Benjamin, das habe ich.“, sagt er. Mehr sagt er nicht. Er öffnet eine zweite Flasche Bier.
„Wie hieß das Land nochmal, wo du damals mit Mom warst?“
„Finnland.“
„Erzähl.“
„Darüber gibt es nichts zu erzählen.“
„Bitte! Nur ein bisschen“, bettle ich.
„Was soll ich dir sagen? Finnland ist ein schönes Land mit vielen Wäldern und Seen. Es liegt hoch im Norden. Im Sommer geht dort die Sonne nie unter.“
„Und was hast du mit Mom dort gemacht?“
„Ferien. Wir haben auf Märkten musiziert. Die Bauern haben uns nicht nur Geld, sondern auch Blaubeeren und Äpfel in den Hut geworfen.“
„Erzähl mehr!“
„Lausche dem Feuer, dann weißt du, wie Finnland ist. Dort sitzen die Menschen im Sommer oft an Lagerfeuern – und um Mitternacht ist es noch hell.“
Lange sitzen wir schweigend am Feuer. So sehr ich mich auch anstrenge, mir Finnland vorzustellen, es gelingt mir nicht. Gerne würde ich einmal in das Land fahren, in dem Papa mit Marie-Mom war.
Ich bitte ihn, mehr zu erzählen.
„Nein, für heute ist Schluss“, sagt Papa. „Iss jetzt deine Wurst, wenn sie nicht schon verkohlt ist und dann musst du auch bald schlafen.“
Schade. Aus Papa ist heute nichts mehr herauszuholen. Ich lege mich mit meinem Schlafsack neben das Lagerfeuer. Es ist schon so gut wie niedergebrannt, aber es wärmt noch. Lange gucke ich in den Mond. Papa liegt auf der anderen Seite des Feuers. Ich kann nicht erkennen, ob er in die Glut schaut oder die Augen geschlossen hat.
„Papa, schläfst du schon?“, frage ich nach einer Weile.
„Nein, wieso?“
„Nur so.“
„Irgendetwas ist doch. Los, sag!“
Ich fasse mir ein Herz: „Papa, hat Mom dir wehgetan?“
Mein Vater ist sofort hellwach. Er stützt sich auf den Ellenbogen. „Wer hat dir das erzählt?“
„Nur so“, sage ich. „Vergiss es.“
Lange schweigen wir. Endlich sagt mein Vater: „Glaub nicht alles, was deine Mutter sagt.“
Es lässt mich nicht in Ruhe. Keine fünf Minuten vergehen, da frage ich wieder: „Würdest du Mama und mich wegen Marie-Mom verlassen?“
Leise sagt Papa: „Benjamin, schlaf jetzt. Du redest Unsinn. Niemals würde ich euch wegen Marie im Stich lassen. Denk jetzt an etwas anderes.“ Er dreht sich um, bald darauf höre ich ihn leise schnarchen.
Ich denke ein bisschen an Uta aus der Bahnhofsgaststätte. Schade, ich werde sie nie wiedersehen. Dabei war sie so nett. Hoffentlich war es nicht dumm von mir, das Zelt nicht angenommen zu haben, denn wenn es heute Nacht wieder regnet, wäre das echt doof.
Aber es regnet nicht, etwas ganz anderes passiert.

Mitten in der Nacht werden wir durch ein Poltern geweckt. Mein Vater springt auf und greift nach dem Taschenmesser, mit dem ich gestern die Stöcke zurechtgeschnitzt habe. Für einen kurzen Moment habe ich Angst. Wenn uns jetzt ein Dieb überfällt? Aber dann denke ich, Papa ist dabei, da brauche ich keine Angst zu haben. Papa wird den bösen Mann verjagen.
Aber es ist kein böser Mann. Es ist Mama. Sie schimpft so laut, dass es über den ganzen Fluss schallt.
„So eine verlauste Bude, in die ihr mich da verfrachtet habt! Ich hab kein Auge zugetan, überall ein Gekrabbel und Geraschel. Die ganze Nacht huschten Mäuse durchs Zimmer.“
Papa beruhigt sie. „Setz dich erst einmal.“ Er legt neue Zweige und Äste in die Glut. „Hier, nimm einen Schluck Bier.“
Mama schüttelt sich, aber sie setzt die Flasche trotzdem an. „Nach dieser Nacht trinke ich alles.“
„Und jetzt?“, fragt mein Vater.
Mama starrt ins Feuer und beginnt, in sich hineinzukichern.
„Was – und nun? Dann werde ich’s halt mit euch versuchen. Vielleicht ist euer Vagabundenleben ja doch nicht so schlecht.“ Sie schmiegt sich in Papas Arme. „Jan, darf ich gleich zu dir unter die Decke kriechen? Ich bin müde, hundemüde.“
Mein Vater hilft meiner Mutter, sich in den Sand zu legen und hüllt sie mit seiner Steppdecke ein. Mama schläft sofort. Papa lächelt mich an und zuckt mit den Schultern. „Frauen“, flüstert er.
Als er wirklich sicher ist, dass sie schläft, sagt er, dass wir in zwei, spätestens drei Tagen in die Elbe einmünden würden, da wäre die Strömung noch stärker und wir würden zügiger vorankommen.
„Das wäre wirklich super, wenn wir mit unserem Floß durch den Hamburger Hafen treiben würden“, sage ich. „Von allen Ozeanriesen würden die Kapitäne durch ihre Fernrohre gucken und uns entdecken. SOS! Schiffbrüchige!, würden sie an die Hafenpolizei funken.“
„Bestimmt. Genauso wird es sein.“ Mein Vater streichelt meinen Kopf, dann gibt er mir einen Kuss. „Schlaf schön“, sagt er und legt sich neben Mama.

Leider wird aus unserer langen Floßfahrt aber doch nichts. Am nächsten Tag lassen wir uns weitertreiben, doch auf einmal geht nichts mehr. Der Fluss ist zu einem See geworden und wir kommen kaum mehr voran. Bald haben wir die Bescherung: Vor uns türmt sich die Mauer eines Staudamms auf.
Mama hat auf einmal die beste Laune der Welt. Über uns fliegen Schwalben, Mama sagt: „Huch, da sind Flugechsen!“
Richtig zum Gruseln sagt sie das. Ich muss an unseren Pfingstausflug denken. Ich bin stolz auf meine Mutter, dass sie jetzt Papas Blödsinn mitmacht.
Nur Papa wird ernst, als die Staumauer immer näher kommt: „Wir müssen an Land, sonst werden wir zu Wechselstrom.“ Er springt ins Wasser und versucht, beim Kraulen das Floß an Land zu stoßen.
Meiner Mutter ist der Spaß inzwischen vergangen. „Schneller, Jan, schneller!“, treibt sie Papa an. „Die Staumauer ist nicht mehr weit.“
Nicht einmal zwei Tage hat unsere Fahrt gedauert. Schade! Am Ufer schlägt Mama vor, das Unternehmen Marie sofort abzublasen. „Es hat ja doch keinen Zweck. So gelangen wir doch nie nach Hamburg.“ Aber Papa hat schon wieder eine Idee.
„Seht mal, dahinten!“, ruft er, als wir unsere Sachen vom Floß genommen haben.
„Schon wieder Indianer?“, maule ich.
„Nein, was viel Besseres. Ein Zirkus! Ich weiß, was wir jetzt machen.“


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