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„In dieser Geschichte verbinden sich
Alltagsrealität und kindlich-magisches
Denken, Zauber- und Sagenhaftes
sehr gekonnt.”
- Jugendschriftenausschuss (BLLV)

Ursula Kraft

Das Bärengeheimnis

60 Seiten,Illustrationen in Schwarzweiß
Hardcover/Fadenbindung; 9,80 EUR
ISBN 978-3-936156-02-7
ab 5 Jahren


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Eines Morgens findet Georg am Straßenrand drei "Kostbarkeiten": ein grünes Blechkästchen, in dem etwas klappert, eine alte Laterne und einen großen Teddybären ohne Gesicht. Gleich stickt er ihm ein neues und schon enthüllt ihm der Bär sein Geheimnis...
Eine alte Geschichte rollt sich auf und Georg muss ins Geschehen eingreifen, ob er will oder nicht. Ein aufregendes "Drei-Tage-Abenteuer" beginnt und am Ende gelingt es dem Jungen mit Hilfe seines neuen Freundes, lästige und aufdringliche Schattenkobolde aus dem Dorf - und aus seinem eigenen Leben - zu vertreiben.

Auf vier gerahmten Seiten können die kleinen Leser ihr Buch nach eigenen Vorstellungen ganz individuell gestalten.

Zu diesem Buch können Handreichungen für den Unterricht
zum Preis von 2,50 EUR bestellt werden.

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Eine spannende Geschichte, die Kindern Mut macht!

Ausführliche Leseproben mit Bildern als PDF-Datei (232kB) (Download)


Leseprobe aus dem Buch "Das Bärengeheimnis"

Schon beim ersten Versuch springt der Deckel auf, als ob er nie geklemmt hätte. "Da!", ruft Georg. "Der Schlüssel!"
Er nimmt einen großen schwarzen Schlüssel heraus. Schwer liegt er in seiner kleinen Hand. Und mit diesem Schlüssel hat Rusru die Schattenkobolde weggesperrt! Unglaublich kommt ihm das vor.
Er fühlt sich plötzlich um hundert Jahre zurückversetzt. Und er spürt eine seltsame Kraft in sich, seit er diesen alten Schlüssel in der Hand hält. Rusru ist ihm ganz nahe!
"Ist ein Papier in der Schatulle?", fragt Urs.
"Ja, hier ist ein zusammengerollter Zettel. Man kann ihn aber nicht aufrollen. Er ist mit einem roten Wachsplättchen zusammengeklebt!"
"Das ist Rusrus Siegel. Öffne es!"
"Du Urs, ich kann noch nicht lesen!"
"Das kann ich auch nicht", antwortet der Bär. "Das ist allerdings ein großes Problem!" Vorsichtig rollt Georg den Zettel auseinander. Er ist leer!
"Es steht nichts drauf!", sagt er entsetzt.
Urs stößt einen seltsamen Laut aus. Auch er scheint am Ende seiner Weisheit zu sein.
"Die Lampe!", ruft Georg. "Die Zauberlaterne, die Unsichtbares sichtbar macht!" Das ist des Rätsels Lösung! Georg steckt die Kerze in den Halter der Laterne, zündet sie an und hält sie über das Papier. Da! Viele seltsame Zeichen erscheinen auf dem Blatt!
Diese Schrift sieht ganz anders aus als die Buchstaben, die er sonst aus Büchern oder aus der Zeitung kennt. Steif und kerzengerade, mit spitzen Zacken und vielen Häkchen, reihen sie sich aneinander.

"Da bleibt uns nichts anderes übrig - du musst dir den Zettel von deiner Mutter vorlesen lassen", sagt Urs. "Das kann uns Probleme machen."
Sie beraten sich, kommen aber schließlich zu dem Ergebnis, dass sie keine andere Wahl haben. "Sag, dass du den Zettel gefunden hast. Das ist nicht gelogen. Aber von der Geschichte erzähle nichts, das rate ich dir!"

Georg geht zu seiner Mutter, hält ihr den Zettel hin und leuchtet mit der Laterne darauf. "Kannst du mir das bitte vorlesen?", fragt er sie.
Sie wundert sich über ihren Georg, aber sie tut ihm gerne den Gefallen und studiert das Blatt lange und genau. Dann sagt sie: "Woher hast du das?"
"Jetzt geht die Fragerei los", denkt Georg. "Es war in dem Sperrmüllkistchen", sagt er schnell. "Was steht denn drauf?"
"Du wirst lachen, Georg, aber ich kann das nicht lesen."
Lachen muss Georg darüber wirklich nicht. "Aber du kannst doch lesen!"
"Schon, aber das ist die alte deutsche Schrift, wie sie vor achtzig oder hundert Jahren geschrieben wurde. Dein Papa hat sie als Kind von seinem Opa gelernt. Das hat er mir mal erzählt. Vielleicht kann er sich noch daran erinnern."
"Und wann kommt Papa?"
"Das wird spät. Er muss heute länger arbeiten."

Verzweifelt dreht sich Georg zu Urs um, den er auf die Gartenbank gesetzt hat. "Aber ich muss wissen, was auf dem Zettel steht!", ruft er.
"Na, so dringend wird es schon nicht sein", sagt seine Mutter lachend. Sie kennt ihren kleinen Sohn. Geduld ist nicht gerade seine Stärke. Doch diesmal hat sie Unrecht. Es ist wirklich dringend!


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